Gesundheitszustand
Jeder Versicherer fragt im Versicherungsantrag nach Vorerkrankungen der vergangenen Jahre. Dabei sind sowohl stationäre Aufenthalte im Krankenhaus als auch ambulante Arztbesuche anzugeben. Lagen in der Vergangenheit oder liegen heute bestimmte Krankheiten vor, werden die Versicherer abhängig vom Krankheitsbild und deren Risikoscheu entsprechend über die Behandlung des Antrags entscheiden.

Wer zum Beispiel unter Krampfadern, einer Schilddrüsenunterfunktion oder Myomen leidet, muss in der Regel mit Risikozuschlägen von 40 bis zu 100% der Normalprämie rechnen. Bei Problemen mit der Wirbelsäule (HWS-Syndrom, Bandscheibenvorfall usw.), wird der Versicherer diese Krankheiten wahrscheinlich vom Versicherungsschutz ausschließen.

Abgelehnt werden häufig Anträge von Personen, die zum Beispiel unter Epilepsie, Depressionen, Angststörungen oder einer Schilddrüsenüberfunktion leiden.

Wichtig ist, ehrliche und vollständige Angaben zu machen. Denn wenn wirklich der Fall der Berufsunfähigkeit eintritt, prüft der Versicherer die Antragsangaben genau nach. Stellt sich dabei heraus, dass der Versicherer arglistig getäuscht wurde, braucht dieser keine Leistung zu erbringen, obwohl vielleicht jahrzehntelang Beiträge gezahlt wurden.

finanztest

Jeder, der nicht sehr vermögend ist, braucht eine Berufsunfähigkeits-
versicherung.

Finanztest 07.2007

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