Bedingungscheckliste - Wichtige Klauseln
Sieben der wichtigsten Regelungen, die ein fairer Vertrag für eine Berufsunfähigkeitsversicherung enthalten sollte:
- Verzicht auf die abstrakte Verweisung: Wenn Sie Ihren Beruf nicht mehr ausüben können, werden Sie nicht aufgefordert eine andere Tätigkeit aufzunehmen, nur weil Sie es könnten.
- Prognosezeitraum: Für die Anerkennung der Berufsunfähigkeit genügt eine ärztlich attestierte „Invalidität“ von mindestens 6 Monaten voraussichtlicher Dauer.
- Rückwirkende Zahlung/Anerkennung: Selbst wenn nicht sofort beim ersten Auftreten einer Krankheit klar ist, dass diese eine Berufsunfähigkeit zur Folge haben könnte, wird die Berufsunfähigkeitsrente nach Feststellung einer Berufsunfähigkeit rückwirkend ab Eintritt der Berufsunfähigkeit gezahlt.
- Verzicht auf § 41 VVG: Wenn bei Antragstellung Krankheiten bestehen, die nicht bekannt sind, könnte der Versicherer später höhere Beiträge verlangen oder den Vertrag kündigen, sofern er nicht auf den § 41 VVG verzichtet.
- Stundung der Beiträge: Berufsunfähigkeits-Feststellungsverfahren können sich lange hinziehen. Daher sollte der Versicherer die Beiträge für die Berufsunfähigkeits-
versicherung stunden, bis endgültig über die Zahlung einer Berufsunfähigkeitsrente entschieden wurde. - Keine Anzeigepflicht bei Berufswechsel / Aufnahme gefährlicher Hobbies.
- Umorganisation: Der Versicherer sollte im Vertrag darauf hinweisen, ob und inwieweit bei Selbständigen und Freiberuflern bei Berufsunfähigkeit eine Umorganisation des Betriebes, Praxis oder Kanzlei geprüft wird.